Maine Coons v. Pittental
"Wie alles begann"

Gitti mit Angy

Für  sehr viele Jahre lebten wir nur mit einer einzigen Katze, unserem Hauskater namens Bärli, bis wir uns Anfang des Jahres 1996 auf einer Katzenausstellung in einen jungen Maine Coon-Kater verliebt hatten. Dieses Katerchen mussten wir einfach haben, und gleichzeitig dachten wir, dass dieser gesellige Maine Coon der ideale Gefährte für unseren alten Hauskater sein würde. 

Unser alteingesessener Kater aber war – was wir vorher leider nicht wussten – das typische Beispiel für einen absoluten Einzelgänger. Bärli machte sich nichts aus Katzen. Vielleicht erkannte er sie nicht einmal als seine Artgenossen?!  

Bärli war erst mit 3 Jahren in unsere Familie gekommen. Vorher musste er schon auf einigen anderen Plätzen gewesen sein. Der arme Kerl wurde immer wieder von einem zum anderen weitergereicht bis er – nur durch Zufall – bei uns gelandet ist. Wir haben keine Ahnung, wie unser Bärli seine früheste Kindheit (Prägephase) und seine Jugendzeit verbracht hat. Womöglich hatte er nie Kontakt zu anderen Katzen? Das jedenfalls wäre eine Erklärung für sein asoziales Verhalten gegenüber seinen Artgenossen. Bärli fühlte sich nur unter Menschen so richtig wohl, Katzen ignorierte er. Unser „alter Mann“ (Bärli wurde fast 18 Jahre alt!) bestand auf seinen eigenen, ganz persönlichen Bereich. Ganz im Gegenteil zu unseren Coonies wollte er nicht mit einer anderen Katze kuscheln, geschweige denn den Schlafplatz teilen. Mit Menschen schmusen fand er da viel besser! Er schlief immer die ganze Nacht am Kopfpolster seiner Lieblingsmenschin Brigitte (12 Jahre). Im Grunde genommen liebte Bärli alle Menschen, er ging auf alle fremden Leute mit hocherhobenem Schwanz zu und freute sich, wenn er gestreichelt wurde. Dann ging sofort sein lauter Schnurr-Motor los. Unser Bärli war rundum eine extrem liebenswerte, verschmuste Katze, jedoch am besten geeignet für einen Einzelplatz. - Das komplette Gegenteil von Maine Coons, die zum absoluten Wohlfühlen unbedingt Artgenossen brauchen!

Unser erster Maine Coon war anfangs ziemlich unglücklich bei uns! Er vermisste seine große Katzenfamilie sehr. Mit Bärli konnte er nichts anfangen, denn der wollte ja nichts von ihm wissen. Von Bärli’s Seite her gab es keinerlei Angriffe, nicht einmal einen einzigen Pfaucher. Bärli sah unseren Wasti (Benjamin of Wisby) nicht einmal an. Der alte Kater tat so, als wäre der neue einfach nur Luft. So ein eigenartiges Verhalten war unser Neuzugang natürlich nicht gewöhnt, und man konnte seine tiefe Traurigkeit an seinen Augen und seinem ganzen Gehabe erkennen. Maine Coons sind eben echte Rudelkatzen. Dieses Wesen ist ihnen (wenige Ausnahmen ausgenommen) angeboren. Rudelkatzen ...... Das widerspricht zwar dem, was allgemein über Katzen geschrieben steht, aber unser Maine Coon-Kater belehrte uns eines Besseren. Das Verhalten von Wasti war für uns jedenfalls der Auslöser dafür, dass wir weitere Coonies zu ihm gesellen wollten. Und das geschah dann auch recht bald.

Durch gleichgesinnte, kommunikative Artgenossen blühte Wasti wieder auf. Seine Lebensgeister kehrten zurück! Er wurde wieder verspielt, wie es Coonies bis ins hohe Alter zu sein pflegen. Nun hatte er endlich jemanden, der mit ihm die allerhöchste Hängematte am deckenhohen Kratzbaum teilen wollte. Katzen und Menschen waren glücklich!  

Das gute Auskommen der Katzen untereinander beeinträchtigt in keinster Weise ihre Beziehung zu uns Menschen. Ganz im Gegenteil – nur ausgeglichene, selbstbewusste Katzen, die sich in ihrem Revier tatsächlich rundum wohl fühlen, sind die von uns so geschätzten liebenswerten, verschmusten und anhänglichen Partner für uns Katzenmenschen. 

Im Hause Pittental herrschte also endlich wieder Harmonie. Es gab nun vier Katzen: einen Einzelgänger, den Hauskater namens Bärli, der nur die Liebe der menschlichen Rasse genießen wollte, und drei Maine Coons, deren Wesen uns schlichtweg verzaubert hatte. 

Das Züchten, das ursprünglich nicht in unserem Sinn war, ergab sich dann von selbst. Und so erhöhte sich auch rasch die Anzahl unserer Cats. Das Einzelkind vom 1. Wurf (13.2.1997) mussten wir mit dem Fläschchen großziehen. Es war doch ganz klar, dass wir unseren lieben, kleinen Andy nie und nimmer in fremde Hände hätten geben können. Nun waren es schon fünf.

Da sich Einzelkinder doch manchmal etwas einsam fühlen, auch wenn sie Mama und Papa und Onkel um sich haben, bekam Andy eine gleichaltrige Gefährtin zum Spielen. Nun waren es bereits sechs! ................................ 

Zur Zeit haben wir insgesamt 16 Maine Coons. Bei uns leben Kätzinnen, Kater, Kastraten, Jungtiere und Kitten miteinander. Es herrscht eine wunderbare Harmonie in dieser Katzengroßfamilie! Für uns ist es immer wieder faszinierend zu beobachten, wie reibungslos die Kommunikation bei unseren Katzen funktioniert. Da könnten sich so manche Menschen ein Beispiel daran nehmen.

Wenn Kätzinnen mit der Geburt ihrer Kitten beschäftigt sind, dann sind nicht nur die menschlichen Betreuer live dabei. Auch die meisten Cats sehen zu. Voller Spannung platzieren sie sich in der Nähe mit Blick auf die Wurfkiste und warten geduldig auf das, was da kommen wird. Die Kätzinnen beunruhigt das in keiner Weise, gleichgültig ob nun das Neugeborene sofort in die menschliche Hand genommen wird oder vielleicht die halbwüchsige Tochter der Gebärenden beim ersten Babyputzen helfen möchte. Auch der Vater zeigt sich an seiner Nachzucht interessiert und kommt kurz nach der Entbindung vorbei. Er begutachtet seine Kinder, schleckt ihnen über das winzige Köpfchen und äußert seine Zufriedenheit mit einem feuchten Nasenstupser bei der glücklichen Mutter.  

Die Großmutter hilft der Enkelin nach einer Kaiserschnittgeburt.

In weiterer Folge helfen die Kätzinnen einander bei der Aufzucht der Kitten. Haben zwei Mütter gleichzeitig Nachwuchs, so ist es beiden ganz gleich, welches Kind bei welcher Mutter trinkt. Die Babypflege wird dann auch meist von beiden gemeinsam übernommen, wobei oft junge Kätzinnen mit Begeisterung mitarbeiten. Bei der Erziehung mischen dann auch die männlichen Kastraten mit. Oft sind die Onkels strenger als die überlasteten Mütter. In dieser Phase sehen sich die Väter schon wieder überflüssig. Kindererziehen ist eben nicht Männersache.

GIC Yankee-Pearl's Sammy-Jo mit ihrem 7-er Wurf

Unsere Jungtiere verlassen unser Haus erst mit einem Alter ab 3 Monaten. Bis dahin sind sie 2x entwurmt worden und haben folgende Impfungen erhalten:  

Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche

Grundimmunisierung gegen Leukose

Tollwut (auf Wunsch)

10 Tage alt

10 Tage alt

Seit 1.1.2007 werden unsere Kitten gemäß den Zuchtrichtlinien des KKÖ (Klub der Katzenfreunde Österreichs) nur mit einem tierärztlichen Gesundheitsattest abgegeben.  

Üblicherweise bringen wir unsere „Kinder“ persönlich ins neue Heim. Wir wollen uns stets davon überzeugen, dass das neue Revier auch wirklich katzengerecht ist. Dass eine zweite soziale Katze als Gefährte für unser abgegebenes Kitten im neuen Haushalt lebt, ist uns ein sehr großes Anliegen!  

Auf das Wohl unserer Nachzucht legen wir auch weiterhin sehr viel Wert. Gelegentlich erlauben wir uns daher bei den neuen Katzeneltern Erkundigungen betreffend Gesundheits- und Entwicklungszustand unserer Lieblinge einzuholen.

Bei Fragen oder Problemen stehen wir – sofern möglich – gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.   

FÜR UNS SIND UNSERE MAINE COONS NICHT EINFACH NUR KATZEN, SONDERN ECHTE FAMILIENMITGLIEDER !   

unser Wintergarten

Sollten Sie sich für eine Maine Coon v. Pittental interessieren, so vereinbaren Sie, bitte, einen Besuchstermin mit uns. Auf die Bekanntschaft neuer Katzenfreunde freuen sich alle Zwei- und Vierbeiner v. Pittental.

 

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